EISWERK HEUTE

Einst direkt an der Grenze gelegen, die Ost und West voneinander trennte, ist die Zeit in der Gegend um EISWERK in gewisser Hinsicht stehen geblieben. Die Köpenicker Straße in Berlin-Mitte, welche sich von Mitte bis Kreuzberg entlang der Spree erstreckt, war in den Jahren der Berliner Mauer vom quirligen Treiben der Stadt abgeschnitten. Ganz anders in früheren Zeiten: Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, stand die ehemalige Eisfabrik sinnbildlich für Berlins damalige Größe, Bedeutung und Produktivität. Die Jahrzehnte zollten ihren Tribut und die maroden Gebäude bieten heute einen traurigen Anblick. Doch mit der Entwicklung von EISWERK beginnt eine moderne Renaissance.

EISWERK dehnt sich über eine Grundstücksfläche von ca. 8.800 m² aus und besteht zurzeit aus einem ehemaligen Kühlhaus sowie einem Wohngebäude mit Seiten- und Mittelflügel. Die eigentliche Eisfabrik mit dem markanten Schornstein gehört nicht zum Grundstück. Durch eine kontrastvolle Verbindung alter und neuer Strukturen haucht Trockland dem Projekt mit den denkmalgeschützten Gebäuden neue Lebenskraft ein. Direkt an den Ufern der Spree entsteht ein neues urbanes Zentrum, in dem Leben, Arbeiten und kulturelle Vielfalt miteinander verschmelzen.

Standorte mit Entwicklungspotenzial direkt am Wasser sind in Berlin sehr gefragt und mittlerweile äußerst selten. Mit EISWERK entsteht ein Quartier in beneidenswert zentraler Lage. Das hiesige Ufer zu beiden Seiten der Spree – bekannt als Holzblockufer – entwickelt sich derzeit zu einem von Berlins interessantesten und kreativsten Orten für ganz unterschiedliche Wohn- und Arbeitsformen. Die Idee von EISWERK ist die Erweiterung von Lebensraum in einem modernen und inspirierenden Umfeld, welches permanent im Dialog mit den historischen Gebäuden steht.

© bpk/Kunstbibliothek SMB Photothek WillyRömer WalterStiehr

Seit Jahren vernachlässigt und eingezäunt, wird EISWERK wieder ein lebendiger Ort sein für all jene, die hier leben und arbeiten werden – aber auch offen für alle anderen sein.

DAS KÜHLHAUS

1896 zunächst als Fabrikationsstätte für Kunsteis erbaut, erlebte das Gebäude eine wechselvolle Geschichte: Nach dem Bau eines neuen Kessel- und Maschinenhauses wurde es von Walther Peck Buchdruck genutzt und schließlich zu einem Kühlhaus umgebaut. Zunächst mit Fenstern, dann wurden die Fassadenöffnungen zugemauert, um die Kühlfunktion im Gebäudeinneren zu ermöglichen. In den letzten Jahren war es ein Paradies für Hausbesetzer, Graffiti-Sprayer und – die gibt es wirklich – Ruinentouristen.

Mit ein wenig Fantasie bereits vorstellbar: Der Loft-Charakter des Kühlhauses – einmal saniert – ist ein ideales Umfeld für neue Arbeitsformen und kreative Leistungen.

Die Weitläufigkeit und Größe der Räume ist schon jetzt beeindruckend.

DAS WOHNHAUS

Das Wohnhaus befindet sich zwar in einem schlechten baulichen Zustand, jedoch lässt sich der Glanz vergangener Zeiten immer noch erahnen.