EISWERK MORGEN

Das Gebiet zwischen Jannowitzbrücke und Schillingbrücke hat sich in den letzten Jahren zu einem Mittelpunkt der Kreativszene Berlins etabliert, in dem neue heterogene Lebensformen zur Realität geworden sind. EISWERK wird diesen Wandel aufgreifen und erweitern. Das Gebiet, auch als Holzblockufer bekannt, ist geprägt durch einen kreativen Spirit. Dieser bricht facettenreich an vielen Orten hervor und wird sich auch in der architektonischen Idee von EISWERK widerspiegeln.

Fasziniert von der Geschichte des Geländes der ehemaligen Eisfabrik haben sich GRAFT Architekten vom Thema „Eis“ und vom spannungsreichen Dialog zwischen Historie und Moderne leiten lassen. Für das neue Bürogebäude dient die Illusion von gleitenden, sich verschiebenden Eisblöcken als Modell, während die Symmetrie der Kuben mit der Asymmetrie spielt. Auf dem rückwärtigen Grundstück gelegen, mäandert es in geometrischen Bewegungen hin zur Spree. So entstehen unerwartete Freiräume wie Terrassen und kleine Höfe.

Die Front zur Köpenicker Straße zeigt ein lebendiges Wechselspiel von alten und neuen Elementen. Das neue Wohngebäude mit seiner markanten Fassade bezieht sich immer wieder auf das bestehende, denkmalgeschützte Gegenstück durch eine moderne Fortsetzung der vertikalen und horizontalen Strukturen. Ein Mittelstück des neuen Gebäudes dient sozusagen als Übersetzer und verbindet die nebeneinander stehenden Wohnhäuser zu einem. Mit einem prominent gestalteten Portal entsteht der passende Rahmen zum rückwärtigen Teil des Grundstücks und somit zum öffentlichen Spreeufer. Weiterhin wird die ursprüngliche Fassade des ehemaligen Fabrikgebäudes wieder hergestellt. Im Zuge des Umbaus zum Kühlhaus wurden die Fensteröffnungen zugemauert. Nach der Sanierung wird es sich wie früher lichtdurchflutet präsentieren, denn natürliches Licht beeinflusst den Menschen und steigert das kreative Ambiente.

Hier entsteht ein kreativer Begegnungsort für kollaborative Lebens- und Arbeitsformen: EISWERK in Berlin-Mitte wird Leben und Energie in das vernachlässigte Gelände in der Köpenicker Straße 40-41 einhauchen. Was einst ein wichtiger Zeitzeuge der Industriegeschichte Berlins war, verwandelt sich schon bald in ein dynamisches Stadtquartier.

Mit der Fertigstellung von EISWERK wird das Spreeufer für die Öffentlichkeit über das Grundstück zugänglich gemacht. Darüber hinaus plant der Bezirk Berlin-Mitte, im Rahmen des Sanierungskonzeptes „Nördliche Luisenstadt“ eine attraktive Uferpromenade anzulegen.

Gleitende, sich bewegende Eisblöcke oder Eisschollen inspirierten das architektonische Konzept von EISWERK. Die Idee ihrer Bewegungen und sich immer wieder verändernden Strukturen findet sich vor allem im neuen Bürogebäude wieder.

Das Mieterkonzept für EISWERK sieht einen Mix aus Wohnungen, Gewerbeeinheiten sowie Räumen für die Kreativwirtschaft vor. Hier soll ein kommunikativer Lebensraum entstehen, der Synergien ermöglicht.